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BeitragVerfasst: Mo 11. Mär 2019, 22:48 
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Hallo zusammen,
ich wundere mich über gewisse Dinge im Zusammenhang mit Motor Timing.

Vorab/Früher:
Mit Bürstenmotoren konnte man das Timing durch Verdrehen der Kohlen einstellen. Mehr als 10° waren da fast nicht sinnvoll.

Heute:
Brushlessmotoren. In bestimmten Rennklassen müssen die mit einem Regler im Blinkymode gefahren werden. Also hat der Regler kein Timing.
Aber: Am Motor selbst muss offenbar Timing 30° eingestellt werden, damit der Motor kein Timing macht (CSX, Muchmore Fleta ZX V2). Ein Timing von 40° ist demnach "nur" 10° von der Neutralstellung entfernt.
Wieder andere Motoren haben tatsächlich 0° für 0° Timing (MagneticPro, Speed-Passion).
Frage: Sehe ich das richtig? Was soll das, warum wird nicht Timing 0° einfach immer mit 0° beschriftet?

Brushless-Regler, Beispiel Toro 1s:
Hier kann man im Boost Mode ein Timingverhalten einstellen. Bis zu einer (wählbaren) Startdrehzahl liegt das Timing bei 0°. Ab da steigert es sich bis zu einem Maximalwert (auch wählbar) welcher ab einer bestimmten Drehzahl (auch wählbar) dann auf diesem Level bleibt.
Ich habe festgestellt, dass durchaus Timingwerte von 50° gut funktionieren.
Wie kann das bitte sein? +50° hätten weder am Bürstenmotor, noch am Brushless Motor irgendwas mit brauchbaren Einstellungen zu tun!
Frage: Kann es sein, daß 50° am Regler/Boost (und Turbo wohl auch) keine echten Winkelgrad sind (360°=1 Umdrehung). Sondern ein willkürlicher Masstab. Ich schätze mal die 50° sind eher so 10-15° echter Winkel. Stimmt das? Ich finde das blöd, denn auf einer willkürlichen Skala komme ich nur durch herumprobieren zu sinnvollen Werten.

Wie macht ihr das? Wie komme ich zu einem vernünftigen Ergebnis ohne viel Probieren?

Irgendwie habe ich den Eindruck, die Regler werden einfach schon deshalb Blinky gefahren, weil sich kein Schwein mehr auskennt.

VG Erhard


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BeitragVerfasst: Di 12. Mär 2019, 17:33 
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Wenn du wissen möchtest, wieviel Timing der Motor verträgt, kaufst du dir am besten einen Motortester. Den gibt es baugleich von verschiedenen Herstellern.https://www.youtube.com/watch?v=3-xa8qb17r0
Ich nutze meinen SM-Unilog Datenlogger, um verschiedene Motoren miteinander zu vergleichen. Falls du den Motor mit Powerprogramm fahren möchtest, lässt du ihn am besten in der Werkseinstellung. Beim manuellen Timing im Blinky Modus steigt zwar die Drehzahl. Der Motor verliert aber an Drehmoment. Das heisst, das du ein kürzeres Rollout fahren musst, damit der Motor nicht überlastet wird.

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4WD - Nein, Danke!!!


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BeitragVerfasst: Di 12. Mär 2019, 20:49 
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Danke Giacomo!
Langsam komme ich dahinter. Es gibt zwei verschiedene Timing Konventionen.
Die alte: 0° timing bedeutet, der Motor läuft vorwärts wie rückwärts gleich.
Die neue: 30° timing bedeutet, der Motor läuft vorwärts wie rückwärts gleich.
Die neue Konvention ist die, welche die Motor Tester ausgeben. Es ist schlicht der Versatz von Spule und Sensor.

Auf den 1:12er DMC Läufen (GT Klasse) darf nur Blinky gefahren werden. Ich werde also den Motor soweit möglich über Fixtiming durch Verdehen vom Sensorring ausreizen müssen.

Ansonsten fahre ich lieber Boost Programme, sie bieten bei jeder Drehzahl das jeweils beste Timing. Man erreicht mehr Leistung als mit fixtiming und der Motor bleibt trotzdem kühl. Ich weis nur nicht so genau, wie ich das rausfinden soll! Die Zahlen scheinen mir nicht zu den Winkelgrad zu passen, sondern wirken eher wie ein willkürlicher Massstab.

VG Erhard


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BeitragVerfasst: Do 14. Mär 2019, 08:44 
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Registriert: Do 16. Feb 2017, 09:28
Beiträge: 20
Erhard hat geschrieben:
Danke Giacomo!
Langsam komme ich dahinter. Es gibt zwei verschiedene Timing Konventionen.
Die alte: 0° timing bedeutet, der Motor läuft vorwärts wie rückwärts gleich.
Die neue: 30° timing bedeutet, der Motor läuft vorwärts wie rückwärts gleich.
Die neue Konvention ist die, welche die Motor Tester ausgeben. Es ist schlicht der Versatz von Spule und Sensor.
............
VG Erhard


Das mit den 30° scheint leider auch nicht genau zu passen!
Christian Donath erzählte mir dass man die Nullstellung ohne Motortester nicht rauskriegt, da die Aufdrucke eher willkürlich und ungenau sind.
Schöner Mist!
Wird wohl nicht ohne Motortester gehen!
Und die Regler sind auch nicht nachvollziehbar.

VG Erhard


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BeitragVerfasst: Do 14. Mär 2019, 09:58 
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Registriert: Fr 21. Mai 2010, 16:07
Beiträge: 1213
Ich finde es auch ärgerlich, das die Timing-Skalen nicht genormt sind und jeder Hersteller anscheinend sein eigenes System hat. Ich vergleiche meine Motoren mit dem Unilog-Datenlogger in Verbindung mit dem "Log View" Programm. Der Datenlogger hat den Vorteil, das man ihn ins Fahrzeug einbauen und dann auf der Rennstrecke die notwendigen Daten sammeln kann.
Für mich macht nur ein Motortester mit einer Schwungscheibe Sinn, der damit den Wirkungsgrad des Motors berechnet.

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