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 Betreff des Beitrags: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Di 1. Feb 2011, 12:48 
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Hier sollen Tipps & Tricks zum lakieren von Deckeln zusammengetragen werden. Denke bei vielen könnte es zu einem Aha-so-geht-das-Erlebnis werden.
Ich habe ein kleines How-to-do verfasst was aber nätürlich nicht heißen soll so & nicht anders kommst du zum Ziel.


Mein Übungsobjekt ist ein Opel Corsa. Nicht ganz Pan-car aber er war halt noch da :D

Benötigtes Material:
- Tesa-Packband 4124 (günstig & gut)
- Lineal
- Geodreieck
- vernünftige Beleuchtung
- Skalpell mit scharfer Klinge
- Edding Nr.1 in verschiedenen Farben (oder andere Wasserfeste Stifte)
- Edding 750 Lackstifte in verschiedenen Farben
- Folienschreiber dünn
- Schneideunterlage
- gewünschte Lexanfarbe
- Aufkleber
- Fön
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1. Schritt:
Wie immer sollte der Deckel mit warmen Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Ich benutze nur noch Scheuermilch + die Scheuerseite eines Spülschwamms, da diese auch die Oberfläche leicht anschleift und auch Fettrückstände komplett entfernt. Vorsicht bei den Fenstern. Man sieht Schleufspuren. Wollte es auch nicht glauben das es soviel ausmacht ist aber sehr hilfreich beim abkleben des Designs da das Klebeband wirklich klebt und sich nicht mehr anhebt.

2. Schritt
Design festlegen. 2-3 Farben sind ausreichend um ein ansprechendes Design umsetzen zu können. Ist dies geschehen, das Design von außen auf den Deckel übertragen. Eftl. etwas an den Deckel anpassen damit z.B. Flammen nicht gerade über die schlimmsten Ecken & Kanten gelegt werden müssen. Wollte eigentlich nach hinten Karos auslaufen lassen was ich aber aufgrund der Radkästen gelassen habe.
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Der Fantasy sind keine Grenzen gesetzt
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3. Schritt
Scheiben abkleben.

4. Schritt
Design abkleben.
Dabei nutze ich natürlich die geraden Kanten vom Klebeband um mir arbeit zu sparen. Alles abgeklebt? Dann mit dem Skalpell das Design sauber ausschneiden. Wenn es eine wirklich scharfe Kling ist wird so gut wie kein Druck benötigt. Sollen Teile der Karro hervorgehoben werden aber das Abkleben wäre zu umständlich kommt nun auch der Lackstift zum ersten mal zum Einsatz (z.B die Lufthutze in Silber)
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5. Schritt
Grundfarbe in den Deckel legen. Weniger ist wirklich mehr und immer sofort trocken fönen. Man kommt mit erstaunlich wenig Farbe aus. Etwas Denksport ist bei mehreren größeren Farbflächen angesagt. Hier wird, je nach Design, mehr oder weniger Hirnschmalz verbraten um das Klebeband in der richtigen Reihenfolge zu entfernen und das Design mit einzubinden. Wie immer von dunkel nach hell Farben benutzen um ein durchscheinen zu verhindern.
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6. Schritt
Trennfarben einzeichnen / abkleben. Schwarz / Silber würde ich nie wieder abkleben. Hier kommt nur noch der Edding zum Einsatz. Ein normaler Edding funktioniert zwar aber ich bevorzuge die Lackstifte (Edding 750). Einzig bei Weiß klebe ich noch mal mit Klebeband ab. Klebeband auf die Schneideunterlage und mit Skalpell & Lineal die gewünschte Stärke der Linien schneiden und wieder den Deckel abkleben.
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7.Schritt
Das Design in der / den gewünschten Farbe(n) füllen. Auch hier weniger ist mehr. Erste Farbschicht nur einen Hauch Farbe & sofort fönen. Der Edding wird dadurch fixiert. Natürlich kann man auch mit Absicht den Edding verlaufen lassen und diesen Effekt mit ins Design einbauen.
Ich habe auf der Motorhaube einen Hauch Rot in Neon Orange übergehen lassen. An den Seiten und dem Dach von Neon Orange in Neon Gelb. Das Gelb ist im Heck etwas mit Rauch gedämpft. Die Farben sind nur in 2 Schichten gesprüht und mit einer Schicht Weiß hinterlegt. Ohne die Trennstreifen wirkt das ganze Design sehr komprimiert und funktioniert nicht.
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8. Schritt
Deckel bekleben.
Scheinwerfer usw. falls vorhanden
Das Design mit Aufklebern unterstützen / vollenden. Hier können Aufkleber Wunder wirken.
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Mein Fazit:

- weniger Farbe ist mehr
- mir kommen nur noch Tamiya Farben in die Deckel. Wie man an dem Demodeckel recht gut erkennen kann hat mir eine No-Name-Dose den Deckel mit einem Farbstrahl zugerotzt und nach ca. 2 Sekunden den Dienst eingestellt. Eigentlich sollte der Deckel dunkelgrün werde. Daraufhin war ich gezwungen auf Lila umzusteigen :evil:
Tut dem How-to-do aber nicht Schaden.
- eine neue scharfe Klinge im Skalpell ist ein Muss da sonst das Risiko zu tief ins Lexan zu schneiden zu groß wird (kein Druck notwendig)
- beim Design ist meistens weniger mehr. Ein 2-3 Farben Design ist voll ausreichend um einen gut sichtbaren Deckel mit ansprechendem Design zu erhalten.
- Design im voraus überlegen und nicht am Deckel entwerfen
- Gutes Licht = angenehmes arbeiten
- Geodreieck ist fast unabkömmlich um ein symetrisches Design zu verwirklichen


Hoffe die Tipps helfen euch den nächsten Deckel ein wenig besser zu gestalten.
Mir hat es sehr geholfen mal zu sehen wie ein "Profi" seine Deckel lakiert. Danke Tommy nochmal auf diesem Weg für den sehr geselligen Abend.


Deckel wurde von meinem persönlichem Berater schon begutachtet und für gut befunden. ;)
Mein Berater ist übrigens auch der Grund warum ich etwas kürzer trete 8-) & an fast keinen Rennen teilnehmen kann. Aber die Zeiten ändern sich auch wieder.
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 Betreff des Beitrags: Re: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Di 1. Feb 2011, 13:58 
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Schöne Sache....und jetzt noch "How-To-Deckel richtig ausschneiden"....bei mir werden de Radkästen immer Eckig oder nicht ganz mittig und schleifen so ein wenig am Rad. :?

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mfg Robert


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 Betreff des Beitrags: Re: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Di 1. Feb 2011, 14:14 
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Vielleicht hätte ich noch schreiben sollen:
Karro vor dem lakieren an das Auto anpassen. Also Rädkästen ausschneiden & Karrosteherlöcher bohren.
Was hilft die Radkästen rund zu bekommen ist eine Farbdose mit 100-180 Schleifpapier umwickeln und vorschitig rundschleifen wenn Kanten vorhanden sind. Um die Mitte zu finden hilft nur Augenmaß und 5x schaun bevor der erste Schnitt gemacht wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Di 1. Feb 2011, 15:57 
Sehr schöne Anleitung...
Ich würde ein paar Dinge anders machen, aber wie von Uhle bereits gesagt, gibt's verschiedene Methoden um ans Ziel zu kommen...

Bezüglich Radkästen, dafür benutzt man einen Zirkelcutter, siehe Bild (einfach in Google eingeben um einen zu finden).
Man schneidet die Karo rundherum aus auf die richtige Höhe, inkl. der Karosteher. Dann zeichnet man jeweils die Position der Radachse ein, nimmt die Karo vom Auto runter, setzt den Zirkelcutter an und ritzt den Radlauf rundherum mit etwas Druck an, danach ein klein wenig anschneiden mit der Schere und den Rest vorsichtig "abreissen", gibt einen perfekt runden Radlauf...vielleicht vorher auf einem Stückchen Lexanresten etwas üben...

Für Pan Cars verwende ich vorne einen Radlaufdurchmesser von 62mm, hinten von 64mm.

Gruss
Andi


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 Betreff des Beitrags: Re: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Di 1. Feb 2011, 21:21 
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Mensch Ulf - Du bist es!!! :ugeek:

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Gruß Tommy

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 Betreff des Beitrags: Re: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Mi 2. Feb 2011, 10:19 
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AndiF hat geschrieben:
...Ich würde ein paar Dinge anders machen, aber wie von Uhle bereits gesagt, gibt's verschiedene Methoden um ans Ziel zu kommen...
Gruss Andi

@ Andi: Erst neugirig machen und dann nicht mit der Sprache rausrücken. Das sind mir die Liebsten ;)
Jetzt bin ich aber gespannt was du wie machst wenn du einen Deckel lackierst.

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 Betreff des Beitrags: Re: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Mi 2. Feb 2011, 10:52 
uhle hat geschrieben:
@ Andi: Erst neugirig machen und dann nicht mit der Sprache rausrücken. Das sind mir die Liebsten ;)
Jetzt bin ich aber gespannt was du wie machst wenn du einen Deckel lackierst.

Hey Ulf, na ja, ein paar Kleinigkeiten:
- Ich halte nichts von mehrfachem Abdecken, schon gar nicht über bereits lackierte Flächen. Ich verwende Flüssigmaske und arbeite die einzelnen Elemente des Designs jeweils vollständig ab, so dass kein zusätzliches Abkleben/Abdecken erforderlich ist.
- Ausserdem finde ich Lack-Stifte sehr gewagt, bei mir hat noch keiner wirklich gehalten und sind immer verlaufen, deshalb lackiere ich die Linien ebenfalls...
- Und zuletzt, wenn ich denn mal eine Karo mit Spraydose mache - und jetzt alle weghören bzw. weglesen - dann arbeite ich oft nass in nass, um gewisse Effekte zu erzielen. So erreiche ich zB mein grelles Leuchtorange in meinem Design mit Tamiya-Spray, das viel extremer ist als direkt aus der Dose, aber dennoch ohne das die Farbe dann im Betrieb abblättert, was bei den Leuchtfarben gerne passiert wenn man einen intensiven Effekt haben möchte und deshalb viele Schichten aufträgt...aber wie gesagt, das sollten alle diejenigen, die noch etwas unsicher sind beim Lackieren, unbedingt wieder vergessen und nach Deiner Anleitung arbeiten. Meine Technik muss man üben und man muss wissen, was man tut, sonst kommt's gar nicht gut...

So, Ulf, magst Du mich wieder? :D

Gruss
Andi


Zuletzt geändert von AndiF am Mi 2. Feb 2011, 10:54, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Mi 2. Feb 2011, 13:49 
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@ Andi: jetzt mag ich dich wieder :lol:

Das mal so ein Thread nötig ist / war zeigen mir über 200 Klicks in nicht mal einem Tag...

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 Betreff des Beitrags: Re: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Mi 2. Feb 2011, 17:31 
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Wie bekommt ihr die Farbübergänge sauber hin wie in Uhles Beispiel mit dem Rot/Gelb auf der Motorhaube und an den Seiten?
Ich hab das mal probiert und total versaut. Sah ähnlich so aus wie das Grüne zu Lila auf der Seite. Das sieht ja nicht wirklich schön aus.

@Andi:
Wenn du Neon/Leuchtfarben lackst und das Nass in Nass machst, wie viele Schickten lackierst du da etwa, damit das weiß nicht durchscheint?

Mit dem Abkleben habe ich das immer wie folgt gemacht: Erst Scheibenabkleber dann die hellen Muster bis hin zur dunkelsten, bis zum Schluss die komplette Karo abgeklebt ist, bis auf die erste dunkle Farbe.
So muss ich nie etwas abkleben, was bereits lackiert ist.

Tobi

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 Betreff des Beitrags: Re: How-to-do Deckel
BeitragVerfasst: Mi 2. Feb 2011, 17:41 
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Die Dosen auf der Heizung lagern damit sie schön warm sind und ein feiner Farbnebel aus der Dose kommt. Warm fönen oder ins warme Wasser legen geht auch. In dem Deckel ist wirklich nur ein Hauch Fabe drinnen. Wenn man genau hinschaut schimmert auch noch ab & an weiß durch. Sieht man aber auch 1m Entfernung nicht mehr...

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